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Dienstag, 12. Juli 2016

Aktuelles


Ev. Kirchspiel Waldkappel
Für die Kirchengemeinden Waldkappel, Harmuthsachsen und Hasselbach
Pfarrer Rolf Hocke, Kirchplatz 4, 37284 Waldkappel, Tel.: 05656/382
Pfarramt.Waldkappel@ekkw.de


Gottesdienste am 2. Oktober 2016 – Erntedankfest
Harmuthsachsen         9.30 Uhr        mit Abendmahl
Waldkappel                10.30 Uhr        mit Abendmahl. Es singt der Kirchenchor.

Für den Schmuck des Erntedankaltars werden auch in diesem Jahr wieder Erntegaben erbeten.
Abgabe für Harmuthsachsen am Samstag, den 1. 10. ab 15.00 Uhr an der Kirche.
Abgabe für Waldkappel bereits am Freitag, den 30. 9. ganztägig.
Die gespendeten Gaben kommen nach dem Erntedankfest der Eschweger Tafel zugute.  

Gottesdienste am 9. Oktober 2016 – 20. Sonntag nach Trinitatis
Waldkappel                10.30 Uhr       
Waldkappel                10.30 Uhr     Kindergottesdienst im Ev. Gemeindehaus

16. 10. 2016 Ev. St.-Georgskirche Waldkappel 16.00 Uhr  

FESTLICHES KIRCHENKONZERT mit Astrid Harzbecker







Astrid Harzbecker ist eine deutsche Komponistin, Texterin und Sängerin volkstümlicher Schlager.
Sie ist seit 1989 verheiratet mit dem Kirchenmusiker, Komponisten und Arrangeur Hans-Jürgen Schmidt.
Schon früh begann sie mit der Ausbildung in Gesang, Gitarre und Klavier. Ab 1985 studierte sie moderne Tanz- und Unterhaltungsmusik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, wo sie als Diplom-Musikpädagogin abschloss.
1991 nahm sie mit dem von ihr selbst getexteten Lied „Oh Maria, schütz die Berge“ beim Herbert-Roth-Festival teil. Das Lied wurde zum ersten großen Hit und wurde mit Platin ausgezeichnet. 1992 erhielt Harzbecker die Krone der Volksmusik als beste Nachwuchssängerin. Wegen ihrer charakteristischen Stimme wird sie gelegentlich auch mit der Sängerin Alexandra verglichen; sie hat Erfolgstitel von ihr (Zigeunerjunge) in ihr Repertoire aufgenommen.
1996 nahm sie mit dem von ihr selbst geschriebenen Lied „Gondoliere“ am Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik 1996 teil. Im Jahr 2000 konnte sie mit dem Titel „Wie eine schöne Sinfonie“ den deutschen Grand Prix sogar gewinnen.
Die Sängerin gehört zu den erfolgreichsten Interpreten volkstümlicher Schlager. Sie ist häufiger Gast in verschiedenen volkstümlichen Fernseh- und Rundfunkveranstaltungen.



Wochenveranstaltungen vom 26.9. bis 1.10.2016
Dienstag                   16.15 Uhr Konfirmandenstunde
                                   19.30 Uhr Kirchenchorprobe
Donnerstag              Frauenkreis Harmuthsachsen nach Absprache


Wochenveranstaltungen vom 10. bis 15.10.2016
Dienstag                   16.15 Uhr Konfirmandenstunde
                                   19.30 Uhr Kirchenchorprobe
Donnerstag              15.00 Uhr Seniorennachmittag Waldkappel im Ev. Gemeindehaus




Gottesdienst-Taxi
Kontaktperson ist Kirchenvorsteherin Petra Sandrock, Wehrgasse 8, Tel. 1326. Bitte rufen Sie im Bedarfsfall bis spätestens am Vorabend um 18.00 Uhr bei Frau Sandrock an, damit der Transport am andern Tag koordiniert werden kann. Die Abholung erfolgt ca. 30 Minuten vor Gottesdienstbeginn, also in der Regel um 10.00 Uhr.


Dienstag, 7. Juli 2015

Einführung von Jugenddiakonin Elisabeth Sawosch

In einem festlichen Regionalgottesdienst der drei Kirchspiele Waldkappel, Schemmern und Bischhausen wurde am 28. Juni Frau Elisabeth Sawosch (Bildmitte hinter den Konfirmanden) in ihr Amt als Jugenddiakonin eingeführt.

Auf dem Foto sind neben einigen Familienangehörigen Konfirmanden, Kirchenvorstände, Pfarrer und Ortsvorsteher aus allen Orten der Region, für die Frau Sawosch zuständig ist. Eingeführt wurde Frau Sawosch von Kreisjugendpfarrer Björn Kunstmann aus Altenburschla.

Im Gottesdienst war viel ansprechende Musik zu hören: neben der Hilpert-Orgel erklangen die vereinigten Posaunenchöre von Schemmern und Waldkappel, und Frau Sawosch beeindruckte, begleitet von Mitgliedern ihrer Familie und  Joshua Lenz aus Waldkappel an der Kistentrommel Kachon, als Sängerin.

Warum nicht mehr Gemeindeglieder auf dem Foto sind, obwohl doch die Kirche voll gewesen war? Der Magnetismus der Bratwurst vorm Kirchturm war nach dem Segen einfach stärker als die Einladung zum Gruppenfoto auf der Hochzeitstreppe wenige Schritte weiter.





Freitag, 9. Januar 2015

Kirchengemeinde Harmuthsachsen bietet Pfarrhaus zum Verkauf an



Harmuthsachsen. Ein halbes Jahr nach Abschaffung der eigenen Pfarrstelle verliert Harmuthsachsen auch sein Pfarr- und Gemeindehaus. Die beiden Immobilien an der Bilsteinstraße werden derzeit von der Kirchengemeinde zum Verkauf angeboten. Interessenten gibt es laut dem Waldkappeler Pfarrer Rolf Hocke, der die Gemeinde seit dem Sommer betreut, mehrere.

Derzeit verlassen: Während das Gemeindehaus (links) kaum noch genutzt wird, steht das Pfarrhaus (rechts) nach dem plötzlichen Auszug des letzten Mieters komplett leer. Fotos: Deppe
Bereits Mitte des Monats wolle man entscheiden, wer den Zuschlag erhalte. Die Gründe für den Verkauf sind unterschiedlich: Das Pfarrhaus aus den 1960er-Jahren wird schon lange nicht mehr von Pastoren bewohnt. Anfangs habe der Eschweger Spezialkantor Andreas Batram noch dort gelebt, erzählt Hocke und erinnert an das geflügelte Wort „Im Pfarrhaus brennt noch Licht“, das zu dieser Zeit noch gegolten habe. Zehn Jahre lang wurde das Wohnhaus von der Gemeinde vermietet. Der letzte Mieter, eine Großfamilie, habe aber über Monate nicht mehr gezahlt und sei schließlich bei Nacht und Nebel verschwunden, sagt Hocke. Auf entstandenen Schäden bliebe die Gemeinde zunächst sitzen.

Rolf Hocke
Das evangelische Gemeindehaus ist hingegen wegen seiner geringen Auslastung nicht mehr zu halten. Für Veranstaltungen soll in Zukunft laut Hocke das Dorfgemeinschaftshaus im Ort genutzt werden. Gespräche mit der Stadt Waldkappel über einen Gestattungsvertrag laufen bereits.

„Für uns ist das natürlich äußerst schmerzhaft, ein Gemeindehaus abgeben zu müssen“, sagt Pfarrer Hocke, „wir sind aber sehr froh, dass diese Entscheidung von unseren Gemeindemitgliedern mitgetragen wird.“ Angeboten werden Pfarr- und Gemeindehaus für 100 000 beziehungsweise 60 000 Euro. Verkauft werden die Gebäude mit jeweils 400 bis 500 Quadratmetern Grundstück. Zusätzlich wird ein Grundstück von etwa 1900 Quadratmetern zu einem Preis von drei Euro pro Quadratmeter angeboten. Interessenten sollten sich möglichst zeitnah beim Pfarramt Waldkappel unter 0 56 56/ 382 melden.

Von Lasse Deppe


Quelle: Werra-Rundschau - Ausgabe vom 8.1.15
http://www.werra-rundschau.de/lokales/sontra-waldkappel/pfarrhaus-brennt-kein-licht-4610574.html

Fotos der Kirchenfenster

(herzlichen Dank an Foto Dehnhardt Waldkappel)


Donnerstag, 8. Januar 2015

Fehlende Register

KURZBESCHREIBUNG DER FÜR DIE WIEDERHERSTELLUNG DER URSPRÜNGLICHEN DISPOSITION ZU REKONSTRUIERENDEN REGISTER

Die Materialangaben beziehen sich dabei auf die von Hilpert im Kostenangebot vom 14. November 1856 gemachten Angaben.

Die Bezeichnung „von 12löthigem Metall“ gibt das Legierungsverhältnis von Zinn und Blei zueinander wieder. „16 löthig“ entspricht dabei 100% Zinn. Die von Hilpert größtenteils angebotene 12löthige Legierung enthält einen Zinnanteil von 75%. Höherprozentige Zinnlegierungen werden zumeist für Prospektpfeifen verwendet, niedriger legierte Mischungen für Innenpfeifen. Mit einem Zinnanteil von 75 % Zinn hat sich Hilpert dabei für eine hochwertige (und damit teurere) Legierung für die Innenpfeifen entschieden.

I. Manual Hauptwerk

1. Gemshorn 8'

die große Octave von Kiefernholz, die anderen von 12löthigem Metall“

Die Pfeifen verfügen ab c° über einen konischen Durchmesser. Im Labienbereich weiter als im Mündungsbereich. Der Name ist vermutlich abgeleitet von dem ursprünglich aus einem „Gemsenhorn“ hergestellten Blockflötenartigen Instrument. Der Klang ist flötenartig mit leicht streichendem Charakter.

2. Gambe8'

die große Octave von Kiefernholz, mit zinnernen Labien, die anderen von 12löthigem Metall“.

Ein offenes zylindrisches Register mit streichendem Klang.

3. Spitzflöte 4'

„von 12löthigem Metall“.

Ab G sind die originalen Pfeifen noch vorhanden, C-Fis zu rekonstruieren. Ein konisches Register von nicht allzu weiter Mensur von hellem aber nicht zu starkem Klang.

II. Manual Oberwerk

4. Harmonika 8'

Deckel von Birnbaum, Seiten und Boden von Kiefernholz“.

Das Register ist von enger Mensur, wird aus hartem Holz gebaut und verfügt über einen zarten, feinen und streichenden Ton. Der Name ist abgeleitet von dem Instrument Glasharmonika. Dabei handelte sich um ein Instrument mit Glasschalen, die der Größe nach auf eine horizontal rotierende Achse gesteckt waren und durch Anlegen angefeuchteter Fingerkuppen an den Schalenrand zum Klingen gebracht wurden.

5. Fl. Traverso 8'

die große Octave gedeckt von Kiefernholz,die folgenden offen von c(1) an gebohrt, geschliffen und inwendig lackiert.“

Der Name des Registers bezieht sich auf die beabsichtigte Imitation des Klanges der Querflöte. Als Besonderheit besteht das Register in der oberen Lage aus konischen, in Kirschbaum gedrechselten Pfeifen mit doppelter Körperlänge und überblasendem Charakter. In der Burghofener Hilpert Orgel ist eines dieser seltenen Register erhalten. Es wird als Vorlage für die Rekonstruktion des Waldkappeler Registers dienen.

6. Gemshorn 4'

von 12löthigem Metall“

Klingt eine Oktave höher als das Gemshorn 8’ aus dem ersten Manual.

7. Sesquialter 2fach

von 12löthigem Metall“

Der Nachweis, dass es sich hierbei ursprünglich um eine Sesquialtera handelte, wie sie Hilpert auch 1856 veranschlagt hat, wurde durch eine Inschrift auf der Rückseite des Staffelbrettes erbracht. Es handelt sich dabei um ein Register, das aus zwei Pfeifen pro Ton besteht. Eine Quinte und eine Terz klingen dabei miteinander zusammen.

8. Flageolett 2'

von 12löthigem Metall“

Der Name des Registers entstand in Frankreich und bezeichnete ursprünglich eine Schnabelflöte mit konischer Bohrung. Das Register besteht aus zylindrisch offenen Pfeifen.

Großpedal

9. Violon 16'

von Kiefernholz“

Ein offenes, parallelwandiges Register von nicht zu enger Mensur, das den Grundton des Pedals noch kräftig unterstützt und durch ihren scharfen, schneidenden Ton hervorhebt.

10. Posaune 16'

Röhre und Köpfe von hartem Holze, Zungen und Krücken von Messing, Körper von Kiefernholz“

Neben der Trompete im Manual handelt es sich um die zweite Zungenstimme der Orgel. Die trichterförmigen Becher sind aus Kiefernholz gefertigt. Eine Messingzunge schlägt dabei auf eine aus Holz gefertigte Kehle auf. Eine Besonderheit stellt dabei die Kehle- von Hilpert als „Röhre“ bezeichnet- aus „hartem Holze“ dar. Weiter verbreitet als Kehlen aus Holz waren und sind Kehlen aus Messing. Für Hilpert, der einen souveränen handwerklichen Umgang mit Holz pflegte, war es offensichtlich einfacher, Kehlen in Holz herzustellen als Kehlen in Messing. Der Klang des Registers ist kräftig und dunkel schnarrend, bekommt jedoch durch die Verwendung von Holzkehlen weiche Züge.

Kleinpedal

11. Cello 8'

von Kiefernholz“

Es handelt sich dabei um ein parallelwandiges Register, welches von seiner Namensgebung her ursprünglich dazu angelegt war, den Klang eines Violoncellos nachzuahmen. Was im Manual das Register Gambe 8’ darstellt, findet seine Entsprechung im Pedal durch das Cello 8’. Das Namen-gebende Violoncello fand in erster Linie als Basso-Continuo-Instrument Verwendung, während hingegen die Viola da Gamba primär als Solo-Instrument im polyphonen Spiel Verwendung fand.  *(1)



Quelle: Jehmlich Orgelbau Dresden - Herzlichen Dank für die Beschreibung!
*(1) S.a. Ronland Eberlein, Orgelregister ihre Namen und ihre Geschichte, Köln 2008